»Politische Ereignisse«
Ereignisse #1
Im Rahmen der Ausstellung zum Thema ‚Politische Ereignisse’ werden Positionen und Arbeiten vorgestellt, die auf unterschiedlichste Weise gesellschaftliche Bezüge knüpfen sowie sich mit den Rahmenbedingungen der Kunstproduktion auseinandersetzen. Dabei werden ästhetische Praxen von Demonstrationen, die Zirkulation und Mediatisierung von Bildern oder die koloniale Geste von Straßenschildern im öffentlichen Raum befragt. Weitere Arbeiten thematisieren die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Kunstproduktion in Zusammenhang mit ökonomischen Verhältnissen an der Kunsthochschule und aktualisieren damit Formen der Institutional Critique und der Kontextkunst.
Die Ausstellung wird am Eröffnungstag durch Vorträge über die Off-Szenen in San Francisco und Oakland sowie über das Projekt ‚Neighborhood Public Radio‘ begleitet.
Darüber hinaus steht sie im Zusammenhang mit der Tagung Ästhetik und Politik, die von Michaela Ott konzipiert wurde.
Ausstellung mit: Gunnar Fleischer, Christine Klein, Burk Koller, Julian Rohrhuber, Frank Wörler
Eröffnung: 30. Mai 2007
Vortrag: Zefrey Throwel (San Francisco) und Tracy Timmins (Oakland) über die Off-Szenen in San Francisco und Oakland sowie über das Projekt ‚Neighborhood Public Radio‘, 30. Mai 2007
Workshop „Was macht man, wenn man etwas macht?“
Von Judith Hopf
Fr/Sa 18.5./19.5.2007
In Anlehnung an Hannah Arendts gestellter Frage „Was macht man, wenn
man etwas macht?“ soll das Verhältnis von Kunst und Politik
diskutiert werden. Damit soll eine aktuelle Tendenz aufgegriffen,
Politik und Kunst wieder stärker miteinander verbunden zu sehen. Der
zweitägige Workshop wird vor allem die Möglichkeit bieten, eigene und
andere Arbeiten vorzustellen und zu diskutieren. Judith Hopf wird
ebenfalls Arbeiten präsentieren.
Diese Veranstaltung versteht sich als Beifügung zu der an der HFBK
stattfindenden Tagung ‚Politische Ästhetik’ und zum Seminar ‚Kunst
und Politik’ von Yilmaz Dziewior. Daneben steht er im Zusammenhang
mit der in der Galerie der HFBK stattfinden Ausstellung ‚Politische
Ereignisse’.
Ein Besuch anderer Veranstaltungen zu diesem Thema ist aber nicht
Vorraussetzung für diesen Workshop.
Zu Judith Hopf
Judith Hopf beschäftigt sich in ihrer Kunst mit Geschichten und
Ästhetiken, die der alltagskulturellen Sphäre zugewandt sind. Sie
verwendet dabei Ausdrucksformen wie Performance, Video, Skulptur und
grafische Arbeiten. Die Wahl des Mediums ist jedoch nicht so
entscheidend, wie das leidenschaftliche Interesse an dem Kraftfeld
zwischen Politik, Kunst und Theorie, welches als Referenzrahmen für
viele ihrer Projekte gelten kann. Daneben gibt es ein verlässlich
auftauchendes paradoxes Panoptikum der Selbstinszenierung wie auch
ein Bekenntnis zu einer bunten, glamourösen Pop-Poesie. Viele ihrer
Arbeiten hat Judith Hopf gemeinsam mit befreundeten KünstlerInnen und
TheoretikerInnen entwickelt. Auf der Basis von kritischen
Alltagsbeobachtungen, einem gesellschaftspolitischen Unbehagen und
der Adaption verschiedener Geschichten, literarischer oder filmischer
Vorlagen sind eine Reihe von Co-Produktionen entstanden. Hopf war
Gastdozentin an der Merz Akademie Stuttgart sowie Gastprofessorin an
der Kunsthochschule, Berlin-Weissensee. Sie lebt und arbeitet in
Berlin. (Quelle: Wiener Secession)